Ein Alphorn für den Herrn Pfarrer

Ruedi Vogel bläst die ersten Töne, Bild Willi Bürgi

Anderthalb Jahre nachdem Ruedi Vogel Pfarrer im Maihof wurde, konnte er das Silberne Priesterjubiläum feiern. Er hatte sich bereits gut in das Zusammengehen mit seiner neuen Pfarrei eingespielt. Um das zusätzlich einüben zu können, hatte er sich eine Trompete besorgt und auf diesem, seinem Lieblingsinstrument spielen gelernt.

Gleichzeitig hat er immer mehr den Draht zu seinen Maihöflern gefunden. Er war bei den Jugendlichen gern gesehen. Nicht zuletzt seiner Sprachkenntnisse wegen wurde er von den Gastarbeitern sehr geschätzt. Auch die Zusammenarbeit mit ihm, dem Pfarreiteam und dem Pfarreirat entwickelte sich fruchtbar.

Am 28. Juni 1987 feierte die Pfarrei mit ihm auf dem Kirchenvorplatz sein Priesterjubiläum. Dabei beharrte die Pfarreiratspräsidentin in einem kurzen Wort zum Fest darauf: «Wir brauchen einander, wir Maihöfler, Alte und Junge, Erwachsene und Kinder, Pfarreimitglieder und Pfarrer». Und sie fuhr fort: «Wenn wir nicht abseitsstehen, wenn wir für die Pfarrei mitdenken, mitreden und mitfeiern, tun wir uns etwas Gutes. Wir sollten uns nicht davon abhalten lassen, in einer alten oder neugeschaffenen Gruppe aktiv zu werden».

Und an den Jubilaren selbst gewandt, meinte sie: «Wir danken dir, dass du mit uns auf dem Weg bist und diesen Weg trotz den Anfangsschwierigkeiten nicht verlassen hast». Zur Erinnerung an sein Jubiläum schenkte die Pfarrei ihm ein 3.40 m langes Alphorn, damit er nicht von Luzern wegziehen müsse, um sein zweites Lieblingsinstrument blasen lernen zu können.

Marietheres Bürgi

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